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Ableiter
Gewitterblitze können enorm hohe Spannungen induzieren, die auf Leitungen der Daten-, Kommunikations- und Energietechnik und vor allem auf die angeschlossenen Geräte verheerende Folgen haben. Diese Schäden werden durch gasgefüllte Überspannungsableiter vermieden.
Aktuator
Auch Aktor genannt. Bezeichnet in der Steuer- und Regelungstechnik das Gegenstück zu einem Sensor. Ein Aktuator setzt Steuersignale in Bewegungen um, etwa um Ventile zu öffnen oder zu schließen.
Aluminium-Elektrolyt-Kondensator
Der Aluminium-Elektrolyt-Kondensator ist – im Prinzip wie jeder andere Kondensator – aus zwei voneinander isolierten, leitenden Flächen aufgebaut. In diesem Fall besteht die eine leitende Fläche aus Aluminiumfolie, die andere aus einem saugfähigen Material, das mit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit getränkt ist (Elektrolyt). Die isolierende Schicht dazwischen ist eine dünne Aluminium-Oxidschicht (Dielektrikum), die sich auf der Oberfläche der Aluminiumfolie befindet.
Ampere
Basiseinheit der elektrischen Stromstärke.
BAW
Bulk Acoustic Wave: Neuartige Hochfrequenzfilter in BAW-Technologie sind aufgrund ihrer Leistungsmerkmale und geringen Baugröße für den Einsatz in Mobilfunk-Anwendungen prädestiniert, in denen sehr hohe Frequenzen von über 2.000 Megahertz genutzt werden. Ähnlich wie bei herkömmlichen OFW-Filtern werden auch bei der BAW-Technologie akustische Wellen zur Frequenzselektion genutzt. Allerdings breiten sich diese in BAW-Filtern innerhalb fester piezoelektrischer Materialien (Bulk) aus und nicht an deren Oberfläche wie im Fall von OFW-Filtern. EPCOS verbindet mit der BAW-Technologie die technischen Vorteile der OFW- und der Mikrowellenkeramik-Technik.
Blindleistungskompensation
Mit elektrischen Schaltungen zur Blindleistungskompensation kann die Blindleistung von elektrischen Verbrauchern erheblich verringert werden. Weil die Blindleistung von den Energieversorgern über das Stromnetz geliefert werden muss, können durch Blindleistungskompensation deren Anlagen sowie Stromleitungen und Übertragungseinrichtungen entlastet werden. Weitere Folgen sind bei den Energienutzern geringerer Stromverbrauch und reduzierte Kosten.
Bluetooth
Ein Standard für Nahbereichs-Funkverbindungen beispielsweise zwischen Mobiltelefon und Headset oder PC und Drucker. Damit können diese Geräte ohne Kabelverbindungen miteinander kommunizieren.
Blu-ray
Markenname des Nachfolgers der DVD als Datenspeicher mit erhöhter Speicherkapazität, um beispielsweise Filme mit hoher Bildauflösung auch künftig auf nur einem Datenträger speichern zu können.
CAN-Bus
Controller Area Network: Ein System, über das insbesondere in Autos die verschiedenen elektronischen Geräte miteinander vernetzt sind und Daten austauschen.
CDMA
Code Division Multiple Access: Ein Mobilfunkstandard, bei dem die Signale mehrerer Quellen oder Sender gleichzeitig auf derselben Frequenz übertragen werden. Wideband-CDMA wird beispielsweise bei UMTS verwendet.
COMPETE
Steht für Cost Management, Process Ecxellence, Time Efficiency: Mit dem 2002 gestarteten COMPETE-Programm verfolgt EPCOS folgende drei Ziele: Kosten schneller senken, Prozesse vereinfachen und immer besser beherrschen sowie Zeit effizienter nutzen.
CSSP
Chip-Sized SAW Package: Eine von EPCOS entwickelte Gehäusetechnologie, um OFW-Filter (Englisch: SAW Surface Acoustic Wave, kurz SAW filter) weiter zu miniaturisieren. Die Grundfläche eines Bauelements in CSSP-Ausführung ist nahezu identisch mit der Chipfläche und wird durch das Gehäuse nicht weiter vergrößert. CSSP-Filter werden überwiegend in Mobilfunkanwendungen eingesetzt.
Det Norske Veritas
Det Norske Veritas: Ein führender Anbieter von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Managementsysteme. DNV zertifiziert unter anderem Umwelt-Managementsysteme (www.dnv.de).
 
Distributor
Händler von Bauelementen. Distributoren sind Unternehmen, die unter anderem von EPCOS Produkte beziehen und vertreiben. Diese Vertriebsform nutzen wir insbesondere für den Verkauf kleiner und mittlerer Mengen von Standardbauelementen oder in Ländern, in denen EPCOS nicht mit eigenen Vertriebsniederlassungen präsent ist.
Dielektrikum
Ein elektrisch nicht leitendes, isolierendes Material. Die Kapazität eines Kondensators hängt wesentlich vom verwendeten Dielektrikum ab. Je höher die zugehörige Dielektrizitätszahl, desto mehr Energie kann in dem Kondensator gespeichert werden. Eine weitere charakteristische Größe eines Dielektrikums ist dessen Durchschlagsfestigkeit: Sie gibt an, ab welcher Spannung das Dielektrikum seine Isolationseigenschaften verliert.
Drossel
Induktives Bauelement, das zum Beispiel in Schaltnetzteilen eingesetzt wird. Drosseln sorgen dafür, dass die Restwelligkeit gleichgerichteter Wechselspannungen geglättet und hochfrequente Störungen unterdrückt werden.
DSL
Digital Subcriber Line: Digitale Teilnehmeranschlussleitung. DSL ist eine Technik, die über das Telefon-Festnetz den Zugang zum Internet mit hohen Daten-Übertragungsraten ermöglicht.
DSSP
Die Sized SAW Package: Neueste Generation der Gehäusetechnik für OFW-Filter (Englisch: Surface Acoustic Wave, kurz SAW filter). Dabei kann die Grundfläche des Filterbauelements im Vergleich zur herkömmlichen CSSP-Technologie noch weiter miniaturisiert werden.
Duplexer
Filterbauelement in OFW- und/oder BAW-Technologie. Eingesetzt wird es beispielsweise in Mobiltelefonen und trennt dort das Sende- und Empfangssignal. Damit ermöglichen Duplexer das gleichzeitige Senden und Empfangen hochfrequenter Signale.
DVB
Digital Video Broadcasting: Standardisiertes Verfahren zur digitalen Übertragung beispielsweise von Fernseh- und Radiosendungen. Bei der digitalen Fernseh-Ausstrahlung lassen sich die Übertragungskanäle besser ausnutzen als mit analoger Technik, da mehrere Sender pro Kanal übertragen werden können.
DVD
Digital Versatile Disc: Ein Datenträger mit den selben Abmessungen wie eine Compact Disc (CD). Allerdings ist die Speicherkapazität wesentlich höher als bei einer CD. Deshalb ist die DVD das geeignete Medium, um beispielsweise die Daten eines gesamten Spielfilms samt Zusatzinformationen zu speichern.
EMI
Electromagnetic Interference, auch als Radio Frequency Interference bezeichnet: Hochfrequente elektromagnetische Strahlung, die von elektrischen Schaltungen abgegeben wird, wenn diese sich schnell ändernde elektrische Signale verarbeiten. Die hochfrequente Strahlung kann in anderen elektronischen Schaltungen zu unerwünschten Störungen führen, die sich beispielsweise in einem Rauschen äußern.
EMV
Elektromagnetische Verträglichkeit: Sie beschreibt die wechselseitige Beeinflussung elektrischer Geräte durch die von ihnen hervorgerufenen elektrischen und magnetischen Felder.
ESD
Electrostatic Discharge: Bei der elektrostatischen Entladung handelt es sich um einen von einer großen Spannungsdifferenz ausgelösten elektrischen Stromimpuls, der auch durch ein – unter normalen Umständen – elektrisch isolierendes Material fließen kann. Solche Entladungen treten etwa nach dem Gehen über einen Teppichboden auf, wobei sich ein Mensch auf mehrere Tausend Volt aufgeladen haben kann. Elektrostatische Entladungen können in elektronischen Geräten Schäden anrichten – insbesondere bei integrierten Halbleiter-Bauelementen ist ESD eine der häufigsten Ausfallursachen.
Ferrit
Ein ferromagnetischer Werkstoff aus nicht leitenden Metalloxiden. Unter Hitze zu Ferritkernen gesintert (gebacken), werden diese in induktiven Bauelementen eingesetzt.
FlexRay-Bus
Ähnlich wie der CAN-Bus ist der FlexRay-Bus ein elektronisches System für die Vernetzung der Elektronik im Automobil. Im Vergleich zum CAN-Bus können jedoch wesentlich höhere Datenraten von bis zu 10 Millionen Bit pro Sekunde übertragen werden. Das System wird in künftigen Fahrzeuggenerationen zum Beispiel für die Steuerung elektrischer Bremsen oder elektrischer Lenksysteme eingesetzt werden.
Frequenzumrichter
Gerät, das aus einer Wechselspannung mit bestimmter Frequenz eine Spannung mit veränderter Frequenz generiert. Mit dieser umgerichteten Spannung wird dann ein elektrischer Verbraucher, meist ein elektrischer Antrieb betrieben.
Frontend
Bei Mobilfunkgeräten die Systemeinheit, die hochfrequente Signale für das Senden und Empfangen verarbeitet. Ein Frontend besteht im Wesentlichen aus Hochfrequenzfiltern, die meist in SAW-Technik ausgeführt sind, aus Zwischenfrequenzfiltern sowie aus so genannten Duplexern, die das Umschalten zwischen Senden und Empfangen ermöglichen. Hinzu kommen noch Demodulatoren und Verstärker.
Frontend-Modul
Darin ist die gesamte Funktion des Frontends zusammengefasst. Hierbei sind die Funktionen einiger Dutzend Bauelemente wie Induktivitäten, Kondensatoren, Widerstände und Varistoren in die Einzelschichten eines Keramikblocks integriert. Bauelemente, wie OFWFilter und Halbleiter, deren Funktionen sich technisch nicht oder noch nicht integrieren lassen, werden auf der Oberfläche des Keramikblocks montiert. Das Ergebnis ist ein Modul mit nur wenigen Millimetern Kantenlänge. Mit solchen Frontend-Modulen von EPCOS gelingt es, den Platzbedarf für das Frontend um bis zu 90 Prozent zu verkleinern.
GPRS
General Packet Radio Service: Der Allgemeine Paketorientierte Funkdienst ist eine Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards hinsichtlich der Datenübertragung. Die Daten werden beim Sender in einzelne Pakete umgewandelt, dann übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. GPRS entspricht der Adaption des Internet-Datenprotokolls auf Funkdienste
GPS
Global Positioning System: Ein satellitengestütztes Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung. Das GPS war ursprünglich für den militärischen Bereich vorgesehen, wird heute aber zunehmend auch im zivilen Bereich genutzt – etwa im Auto, zur Orientierung im freien Gelände oder in der Vermessungstechnik. Speziell für den Einsatz in Mobiltelefonen wurde das Assisted GPS (A-GPS) entwickelt.
GSM
Global System for Mobile Communications: Es bezeichnet einen Mobilfunkstandard, der in rund 200 Ländern der Erde genutzt wird - darunter auch Deutschland.
HDTV
High Definition Television: Sammelbegriff, der eine Reihe von Normen für hochauflösendes Fernsehen bezeichnet.
IEC
International Electrotechnical Commission: Internationales Normierungsgremium für Normen im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik (www.iec.com).
Induktivität
Eine stromdurchflossene Induktivität, auch Induktionsspule oder induktives Bauelement genannt, speichert Energie in Form ihres Magnetfelds. Eine Induktivität besteht im Prinzip aus einem schraubenförmig um einen Kern gewickelten Draht. Die elektrischen Eigenschaften einer Induktivität werden in nahezu allen elektronischen Schaltungen genutzt.
Integrierter Schaltkreis
Bauelement auf Basis eines Halbleitermaterials wie Silizium, auf dem zahlreiche Einzelbauelemente wie Transistoren, Widerstände, Kondensatoren und Dioden integriert und miteinander verbunden sind.
Kapazität
Das Fassungsvermögen eines Kondensators, elektrische Ladung zu speichern. Die Kapazität wird in Farad angegeben. Das Farad ist eine recht große Einheit: Die meisten Kondensatoren haben Kapazitäten zwischen einigen Billionstel (Piko-) und einigen Millionstel (Mikro-) Farad.
 
Keyless Entry
Schlüsselloses Zugangssystem: Kraftfahrzeuge werden zunehmend damit ausgestattet. Per Knopfdruck auf einen Funkschlüssel können die Fahrzeugtüren auch aus einigen Metern Distanz bequem ver- bzw. entriegelt werden.
 
Kohlendioxid
Chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Kohlendioxid ist nach Wasserdampf entsprechend seinem Mengenanteil in der Atmosphäre das wirksamste der Treibhausgase, die zur Erderwärmung und damit zum Klimawandel beitragen.
 
Kondensator
Elektronisches Bauelement, das elektrische Ladung sehr schnell speichern und wieder abgeben kann. Ein Kondensator besteht im Prinzip aus zwei voneinander isolierten, leitenden Flächen. Kondensatoren werden in nahezu allen elektronischen Schaltungen benötigt.
Kupfer
Relativ weiches Metall, das gut formbar ist. Weil es elektrischen Strom gut leitet, wird Kupfer bevorzugt zur Herstellung von Kabeln, Leiterbahnen und elektronischen Bauelementen verwendet.
 
Lampenvorschaltgerät
Bei Leuchtstofflampen erforderlich, um diese zu zünden und anzusteuern.
 
Lithium
Das leichteste aller Metalle. Es ist sehr reaktionsfreudig und kommt deshalb in freier Form in der Natur nicht vor.
Lithium-Niobat
Ein transparentes, kristallines Material, das in der Natur nicht vorkommt und üblicherweise aus der Schmelze eines Gemisches von Lithium-Oxid und Niob-Pentoxid gezogen wird.
Lithium-Tantalat
Ein transparentes, kristallines Material, das in der Natur nicht vorkommt und üblicherweise aus der Schmelze eines Gemisches von Lithium-Oxid und Tantal-Pentoxid gezogen wird.
LTCC
Low Temperature Co-fired Ceramics: Die LTCC-Technologie ist eine Schlüsseltechnologie von EPCOS. Sie zu beherrschen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, die Funktionen mehrerer Dutzend Bauelemente wie Kondensatoren, Induktivitäten, Widerstände und Varistoren in die Einzelschichten eines keramischen Vielschichtmoduls integrieren zu können.
Mikrometer
Längenmaßeinheit, die dem Millionstel Teil eines Meters, also einem Tausendstel Millimeter, entspricht. Ein Mikrometer kann mit freiem Auge nicht wahrgenommen werden, da die Auflösung des menschlichen Auges bei rund 100 Mikrometer liegt.
MP3
Mit diesem Datenformat lassen sich die Daten von Musikstücken komprimieren. Die MP3-Technologie wird beispielsweise in MP3-Playern, Mobiltelefonen und Computern eingesetzt.
Multiband
Multiband-Mobilfunkgeräte funktionieren in mehreren Frequenzbändern. Triband-Geräte beispielsweise arbeiten in drei Netzen: im GSM-900 (900 MHz), GSM-1800 (1.800 MHz) und GSM-1900-Netz (1.900 MHz).
Multimode
Multimode-Mobilfunkgeräte sind für mehrere Übertragungsstandards ausgelegt. So unterstützen etwa UMTS-Geräte neben WCDMA in der Regel auch den Übertragungsstandard GSM.
NAFTA
North American Free Trade Agreement oder -Area: Die nordamerikanische Freihandelszone umfasst die USA, Kanada und Mexiko.
OFW
Oberflächenwellen: OFW-Komponenten sind Schlüsselbauelemente insbesondere in der modernen Informations- und Kommunikationstechnik. OFW-Filter sind unverzichtbar, um bestimmte Signalfrequenzen zu filtern. Sie sind mitverantwortlich für die ausgezeichnete Bild- und Tonqualität von Handys und anderer Mobilfunkgeräten sowie von Satellitenempfängern, Fernseh-, DVD- und Audio-Geräten.
Passive Integration
Basis für die Passive Integration ist die keramische Vielschichttechnologie. Sie ermöglicht die vollständige Integration von Halbleitern und passiven elektronischen Bauelementen in miniaturisierten Modulen. Dabei sind die Funktionen von einigen Dutzend passiven elektronischen Bauelementen wie Widerstände, Kondensatoren und Induktivitäten in hauchdünne Keramikschichten eingebettet. Auf die Oberfläche sind zusätzlich beispielsweise mehrere SAW-Filter und Dioden montiert. Gegenüber Lösungen mit Einzel-Bauelementen lassen sich so bis zu 90 Prozent Platz einsparen.
Piezo-Aktuator
Das Herzstück von Piezo-Einspritzsystemen für Diesel- und Benzinmotoren. Piezo-Aktuatoren sind wegen ihrer geringen Masse und schnellen Reaktionszeit den Magnetstellern, die bisher zur Bewegung der Einspritznadel verwendet wurden, überlegen. Der Einspritzvorgang kann mit Hilfe der Piezo-Technologie auf bis zu sieben Einspritzungen bei einer viermal höheren Schaltgeschwindigkeit verteilt werden. Hat der Hub bei den Magnetstellern einen festen Wert, kann er im Piezo-Fall variiert werden. Vorteile der Piezo-Einspritzsysteme sind geringerer Kraftstoffverbrauch, niedrigere Emissionswerte und leisere Motorengeräusche. Genutzt wird dabei der so genannte inverse Piezo-Effekt: Wird an einen piezoelektrischen Kristall eine elektrische Spannung angelegt, so ändern sich die Abmessungen des Kristalls. Technisch nutzbare Längenänderungen sind erst durch die Verbindung mehrerer Hundert solcher piezoelektrischen Schichten erreichbar. Auf einer Bauhöhe von bis zu 60 Millimeter sind in den Piezo-Aktuatoren – je nach Typ – bis zu 1.800 Keramiklagen untergebracht. Das ergibt einen Hub von bis zu 65 Mikrometern – genügend, um in Einspritzdüsen die Nadel zu betätigen und so den Kraftstoff einzuspritzen.
Piezoelektrisch
Materialien sind piezoelektrisch, wenn bei ihrer mechanischen Verformung auf der Oberfläche elektrische Ladungen auftreten. Dieses Phänomen ist der »direkte piezoelektrische Effekt«. Umgekehrt verformen sich diese Materialien bei Anlegen einer elektrischen Spannung, dabei handelt es sich um den »inversen piezo-elektrischen Effekt«.
Piezoresistiv
Materialien sind piezoresistiv, wenn sich ihr spezifischer elektrischer Widerstand durch die Ausübung von Druck oder Zug ändert.
Quadband
Quadband-Mobilfunkgeräte funktionieren in vier Netzstandards, beispielsweise im D-Netz (900 MHz), E-Netz (1800 MHz), GSM-850-Netz (850 MHz) und GSM-1900-Netz (1900 MHz).
Reinraum
In vielen Fertigungsstätten sind Reinraum-Bedingungen wichtige Voraussetzung für die spätere Produktqualität. Reinräume sind so konstruiert, dass die Anzahl der in den Raum eingeschleusten bzw. dort entstehenden und abgelagerten Partikel kleinstmöglich ist. Die Reinheit der Luft wird dabei mit aufwändigen Klimaanlagen und mehrstufigen Filterungen sichergestellt. Außerdem werden fusselfreie Arbeitskleidung sowie spezielle Arbeitsmittel und Werkzeuge verwendet. Der Zugang erfolgt über Schleusen, die mit Luftduschen ausgerüstet sind. Teile und Maschinen, die in den Reinraum gebracht werden sollen, müssen vorher intensiv gereinigt werden.
Reinstwasser
Im Gegensatz zu herkömmlichem Wasser, das zum Beispiel Mineralstoffe und organische Substanzen enthält, beinhaltet Reinstwasser so gut wie keine Fremdstoffe.
RF-MEMS
Radio Frequency-Micro-Electro-Mechanical Systems sind winzige mechanische Elemente, die durch elektronische Schaltungen angesteuert und bewegt werden können.
SAW
Surface Acoustic Wave: Oberflächenwelle (s. OFW).
Schaltfunkenstrecke
Der Entladungsraum zwischen zwei Elektroden, in dem sich ein Gas befindet. Steigt die elektrische Spannung zwischen den Elektroden auf die Überschlagspannung an, so führt das entstehende elektrische Feld zu einer Ionisation des im Entladungsraum befindlichen Gases. Dieses wird leitfähig und die Strecke wird innerhalb von Bruchteilen einer Tausendstel Sekunde durch einen Funken kurzgeschlossen. Die wohl größten Funkenstrecken ergeben sich bei Gewittern zwischen zwei Wolken oder zwischen einer Wolke und der Erde - das Ergebnis ist ein Blitz.
Sensor
Ein technisches Bauelement, das bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften wie zum Beispiel Temperatur, Wärmestrahlung, Feuchtigkeit, Druck, Helligkeit oder Beschleunigung als Messgröße quantitativ erfassen kann. Diese Größen werden mittels physikalischer oder chemischer Effekte erfasst und in weiterverarbeitbare Größen - meist elektrische Signale - umgewandelt.
Set-Top-Box
Gerät der Unterhaltungselektronik, das meist an einen Fernseher angeschlossen wird und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten bietet. Dazu zählt unter anderem der Fernsehempfang über alternative Übertragungswege (Satellit, Kabel) oder -verfahren (digital, verschlüsselt).
Silizium
Chemisches Element, das zu den Halbmetallen gehört. Silizium wird in der Halbleiter-Industrie in großem Umfang als Grundstoff verwendet.
SIM-Karte
Eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon eingesteckt wird und zur Indentifikation des Nutzers im Mobilfunknetz dient. SIM steht für Subscriber Identity Module.
Sintern
Ein Fertigungsverfahren für Formteile beispielsweise aus keramischen und metallischen Pulvern. Die Pulver werden zunächst so geformt und gepresst, dass zumindest ein minimaler Zusammenhalt der Pulverpartikel vorhanden ist. Der dadurch entstandene so genannte Grünling wird dann durch Wärmebehandlung unterhalb der Schmelztemperatur des verwendeten Materials verdichtet und ausgehärtet.
Splitter
In einem DSL-ISDN-Telefonanschluss beispielsweise überlagern sich die DSL- und ISDN-Frequenzen. Der Splitter trennt die niederfrequenten ISDN-Signale für das Telefonieren von den hochfrequenten DSL-Signalen des Internet-Zugangs.
Thermistor
Temperaturabhängiger Widerstand: Thermistoren messen und überwachen Temperaturen, schützen vor zu hohen Strömen und werden auch zum Heizen eingesetzt.
Thyristor
Halbleiterbauelement, das bei großen Strömen von 10.000 Ampere und mehr eingesetzt wird – etwa in der Steuerung von leistungsstarken Elektromotoren.
Triband
Triband-Mobilfunkgeräten funktionieren in drei Netzstandards, beispielsweise im D-Netz (900 MHz), E-Netz (1800 MHz) und GSM-1900-Netz (1900 MHz).
Überspannungsableiter
Gewitterblitze können enorm hohe Spannungen induzieren, die auf Leitungen der Daten-, Kommunikations- und Energietechnik und vor allem auf die angeschlossenen Geräte verheerende Folgen haben. Diese Schäden werden durch gasgefüllte Überspannungsableiter vermieden.
Übertrager
Ein Bauelement aus zwei oder mehr Drahtspulen, die um einen gemeinsamen Eisen- oder Ferritkern gewickelt sind. Damit lassen sich elektrische Spannungen erhöhen oder verringern, zum Beispiel die 230 Volt aus dem Stromnetz in 12 Volt für eine Halogenlampe wandeln. In der Nachrichtentechnik dienen sie zur Signalanpassung.
UMTS
Universal Mobile Telecommunications System: ein Mobilfunkstandard der dritten Generation, der neben der Audio- und Video-Telefonie auch Multimedia-Dienste wie das Surfen im Internet und E-Commerce-Anwendungen umfasst.
Varistor
Spannungsabhängiger Widerstand: Varistoren schützen zum Beispiel Energieversorgungs- und Datensysteme vor Überspannungen, die Schäden verursachen können.
Verstärker
Ein elektronisches Gerät, das ein eingehendes Signal verstärkt weitergibt. Unterschieden wird zwischen Strom-, Spannungs- und Leistungsverstärkung.
Wafer
Scheibe aus einem Werkstoff wie zum Beispiel Silizium mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern. Für die Herstellung der neuen BAW-Filter von EPCOS dient ein Silizium-Wafer als Trägermaterial für die Filterstrukturen.
WCDMA
Wideband-CDMA: Ein Breitband-CDMA-Verfahren für den Mobilfunk, das weniger störanfällig gegen schmalbandige Störimpulse ist, als andere Übertragungsmethoden. CDMA (Code Division Multiple Access) ist ein Mobilfunk-Standard, bei dem die Signale mehrerer Quellen oder Sender gleichzeitig auf der selben Frequenz übertragen werden. Wideband-CDMA wird beispielsweise bei UMTS verwendet.
WLAN, Wireless LAN
Wireless Local Area Network: ein drahtloses lokales Netzwerk mit einer Reichweite von bis zu 300 Metern. Entsprechend ausgerüstete Geräte wie Notebooks übertragen ihre Daten per Funk in einem lizenzfreien Hochfrequenzband.
ZVEI
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland: Der ZVEI vertritt wirtschafts-, technologie und umweltpolitische Interessen der deutschen Elektro- und Elektronikindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene (www.zvei.de).