Umsatz: Rückgang auf 263 Mio. EUR; 27% unter Vorjahr, 7% unter Vorquartal
EBIT: minus 42 Mio. EUR (Vorjahr: +26 Mio. EUR, Vorquartal: −19 Mio. EUR)
Vorräte deutlich abgebaut
1. Das 2. Quartal 2009
Aufgrund der anhaltenden Weltwirtschaftskrise hat sich die Geschäftsentwicklung bei EPCOS im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2009 (1. Januar bis 31. März 2009) sowohl gegenüber Vorjahres- als auch Vorquartal weiter abgeschwächt. Der Umsatz ging auf 263 Millionen EUR zurück. Alle Abnehmerbranchen und Regionen waren davon betroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank – vor allem durch den Abbau von Vorräten und den niedrigeren Umsatz – auf minus 42 Millionen EUR.
2. Umsatz
2.1. Vergleich zum Vorquartal
| in Mio. EUR | 1. Quartal 2009 | ± | 2. Quartal 2009 |
| Umsatz | 282 | –7% | 263 |
Inzwischen ist auch die Abnehmerbranche der Industrie-Elektronik voll in den Sog der weltweiten Rezession geraten. In Folge verringerte sich bei Herstellern von Industriemaschinen und -anlagen sowie von Energietechnik der Bedarf nach elektronischen Bauelementen. Diese Entwicklung hat das Geschäft von EPCOS im 2. Quartal 2009 am stärksten belastet.
Verglichen mit dem Vorquartal ging der Umsatz mit Produkten für Anwendungen in der Industrie-Elektronik um 17 Prozent und damit am stärksten zurück. Der Umsatz mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik sank um mehr als 10 Prozent. Bei Produkten für den Einsatz in der Automobil-Elektronik sowie im Geschäft mit Bauelemente-Distributoren lagen die Umsätze etwas unter den niedrigen Werten des Vorquartals.
Dagegen stieg der Umsatz mit Bauelementen für die Konsum-Elektronik um mehr als 10 Prozent. Der Zuwachs ist darin begründet, dass das chinesische Gemeinschaftsunternehmen EPCOS Feida im Berichtsquartal seinen Betrieb aufgenommen hat. EPCOS Feida entwickelt und fertigt Leistungskondensatoren, die vor allem in Geräten der Haushaltselektronik eingesetzt werden.
Nach Regionen betrachtet lagen die Umsatzrückgänge von EPCOS jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Umsatz nach Geschäftssegmenten
| in Mio. EUR | 1. Quartal 2009 | ± | 2. Quartal 2009 |
| Kondensatoren und Induktivitäten | 132 | –12% | 116 |
| Keramische Bauelemente | 69 | +3% | 71 |
| OFW-Komponenten | 81 | –6% | 76 |
Im Segment Kondensatoren und Induktivitäten ging der Umsatz um 12 Prozent auf 116 Millionen EUR zurück. Darin zeigte sich vor allem das rückläufige Geschäft mit der Industrie-Elektronik, das den größten Beitrag zum Segment-Umsatz beisteuert.
Der Umsatz mit keramischen Bauelementen konnte zwar um 3 Prozent auf 71 Millionen EUR gesteigert werden, bewegte sich aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Hauptgrund dafür ist das anhaltend schwache Geschäft mit der Automobil-Elektronik.
Bei den Oberflächenwellen-Komponenten sank der Umsatz, insbesondere wegen des schwachen Geschäfts mit Produkten für Mobilfunkanwendungen, um 6 Prozent auf 76 Millionen EUR.