Umsatz: Steigerung auf 279 Mio. EUR; 6% über Vorquartal, 24% unter Vorjahr
EBIT: minus 24 Mio. EUR (Vorquartal: –42 Mio. EUR, Vorjahr: +28 Mio. EUR)
4. Quartal 2009: Weitere Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis erwartet
1. Das 3. Quartal 2009
Die Geschäftsentwicklung von EPCOS hat sich im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2009 (1. April bis 30. Juni 2009) gegenüber Vorquartal verbessert, blieb jedoch unter dem Niveau des Vorjahresquartals.
Der Umsatz konnte im Vergleich zum 2. Quartal 2009 um 6 Prozent auf 279 Millionen EUR gesteigert werden. Der Verlust beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde gegenüber Vorquartal um 18 Millionen EUR auf minus 24 Millionen EUR reduziert.
2. Umsatz
2.1. Vergleich zum Vorquartal
| in Mio. EUR | 2. Quartal 2009 | ± | 3. Quartal 2009 |
| Umsatz | 263 | +6% | 279 |
Gegenüber Vorquartal stieg im 3. Quartal 2009 der Umsatz mit Kunden aus der Automobil-Elektronik – von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend – um nahezu 20 Prozent und damit am stärksten. Diese Zunahme ist unter anderem darin begründet, dass Kunden ihre Bestände an Bauelementen, die sie in den vorangegangenen Quartalen teilweise übertrieben stark reduziert hatten, inzwischen wieder auffüllten. Außerdem haben staatliche Förderprogramme die Nachfrage nach Neuwagen belebt. In der Folge erhöhten Kfz-Hersteller ihre Produktionszahlen, wodurch auch der Bedarf an elektronischen Bauelementen zugenommen hat.
Um jeweils rund 10 Prozent ist der Umsatz mit Produkten für die Konsum-Elektronik und die Informations- und Kommunikationstechnik gestiegen. In etwa stabil verlief das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. Lediglich der Umsatz mit der Industrie-Elektronik hat sich weiter abgeschwächt. Dies ist auf den gesunkenen Bauelementebedarf der Hersteller von Indus-triemaschinen und -anlagen zurückzuführen; der Umsatz mit Produkten für die Energie- und Beleuchtungstechnik blieb dagegen stabil.
Nach Regionen betrachtet ist der Umsatz in Asien um rund 20 Prozent und damit am stärksten gewachsen. Darin schlug sich vor allem die positive Geschäftsentwicklung mit Produkten für die Konsum-Elektronik sowie die Informations- und Kommunikationstechnik nieder. In Deutschland stieg der Umsatz prozentual einstellig, was insbesondere durch die Belebung des Geschäfts mit Kunden aus der Automobil-Elektronik bedingt war. Im europäischen Ausland ging der Umsatz prozentual einstellig zurück, im NAFTA-Raum um rund 15 Prozent.
Umsatz nach Geschäftssegmenten
| in Mio. EUR | 2. Quartal 2009 | ± | 3. Quartal 2009 |
| Kondensatoren und Induktivitäten | 116 | +1% | 118 |
| Keramische Bauelemente | 71 | +9% | 77 |
| OFW-Komponenten | 76 | +10% | 84 |
Während im Segment Kondensatoren und Induktivitäten der Umsatz um 1 Prozent auf 118 Millionen EUR stieg, konnte er im Geschäft mit keramischen Bauelementen um 9 Prozent auf 77 Millionen EUR gesteigert werden. Der wesentliche Treiber dieser positiven Entwicklung war in beiden Fällen die Zunahme des Bauelementebedarfs in der Automobil-Elektronik.
Bei den Oberflächenwellen-Komponenten fiel die Umsatzsteigerung mit einem Plus von 10 Prozent auf 84 Millionen EUR am stärksten aus. Das Wachstum war sowohl in der höheren Nachfrage nach Multimedia-Filtern als auch nach Filtern und Modulen für Mobilfunkgeräte begründet.