2.2. Vergleich zum Vorjahresquartal
| in Mio. EUR | 3. Quartal 2008 | ± | 3. Quartal 2009 |
| Umsatz | 367 | –24% | 279 |
Gegenüber Vorjahr ging im 3. Quartal 2009 der Umsatz von EPCOS mit nahezu allen Abnehmerbranchen prozentual zweistellig zurück, wenn auch nicht mehr so stark wie noch im Vorquartal. Lediglich der Umsatz mit Produkten für die Konsum-Elektronik lag über Vorjahresniveau. Wesentlicher Grund dafür war der Umsatzbeitrag des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens EPCOS Feida, das Anfang 2009 seinen Betrieb aufgenommen hat. EPCOS Feida entwickelt und fertigt Wechselspannungskondensatoren, die vor allem in elektrischen Haushaltsgeräten eingesetzt werden.
Im Geschäft mit der Automobil-Elektronik sank der Umsatz mit einem Minus von 40 Prozent am stärksten. Jeweils fast 30 Prozent weniger wurde mit Kunden aus der Industrie-Elektronik und mit Bauelemente-Distributoren umgesetzt. Im Geschäft mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik ging der Umsatz um rund 15 Prozent zurück.
In der regionalen Umsatzaufteilung zeigte sich vor allem das schwache Geschäft mit Produkten für die Automobil- und Industrie-Elektronik: In Deutschland und im europäischen Ausland ging der Umsatz um jeweils rund 40 Prozent zurück. Der Umsatz in der NAFTA-Region sank um 25 Prozent. In Asien dagegen konnte der Umsatz um 20 Prozent gesteigert werden. Wesentliche Gründe für diese positive Entwicklung waren gesteigerte Umsätze mit dort ansässigen Herstellern von Mobilfunkgeräten sowie der erwähnte Umsatzbeitrag von EPCOS Feida.
Umsatz nach Geschäftssegmenten
| in Mio. EUR | 3. Quartal 2008 | ± | 3. Quartal 2009 |
| Kondensatoren und Induktivitäten | 144 | –18% | 118 |
| Keramische Bauelemente | 126 | –39% | 77 |
| OFW-Komponenten | 97 | –13% | 84 |
Im Vorjahresvergleich mussten alle Geschäftssegmente prozentual zweistellige Umsatzeinbußen hinnehmen.
Im Segment Kondensatoren und Induktivitäten wurde die Umsatzentwicklung wesentlich von dem schwachen Geschäft mit der Industrie- und Automobil-Elektronik geprägt. In Summe sank der Umsatz mit Kondensatoren und Induktivitäten um 18 Prozent.
Bei den Keramischen Bauelementen fiel der Umsatzrückgang mit einem Minus von 39 Prozent am stärksten aus. Wie in den beiden vorangegangenen Quartalen des laufenden Geschäftsjahres war dies im Wesentlichen in der sehr schwachen Nachfrage aus der Automobil-Elektronik begründet.
Im Segment OFW-Komponenten lag der Umsatz 13 Prozent unter Vorjahreswert. Mit der moderaten Steigerung bei Filterprodukten für Mobilfunkanwendungen konnte das schwache Geschäft mit Modulen und Multimedia-Filtern nicht ausgeglichen werden.
3. Ergebnisentwicklung
3.1. EBIT nach Geschäftssegmenten
| in Mio. EUR | 3. Quartal 2008 | | 2. Quartal 2009 | 3. Quartal 2009 |
| Kondensatoren und Induktivitäten | +10,1 | | –9,9 | –8,2 |
| Keramische Bauelemente | +11,4 | | –15,3 | –12,6 |
| OFW-Komponenten | +5,2 | | –16,3 | –2,9 |
Im 3. Quartal 2009 konnte in allen Geschäftssegmenten der EBIT-Verlust gegenüber Vorquartal deutlich reduziert werden.
Das EBIT betrug bei den Kondensatoren und Induktivitäten minus 8,2 Millionen EUR und bei den Keramischen Bauelementen minus 12,6 Millionen EUR. Bei den OFW-Komponenten wurde eine Reduzierung des EBIT-Verlusts auf 2,9 Millionen EUR erreicht und damit auf weniger als ein Fünftel des Vorquartals.
Diese Verbesserungen basieren in erster Linie auf Umsatzwachstum und Kostensenkungsmaßnahmen. Zudem war das EBIT des 2. Quartals im Segment OFW-Komponenten noch deutlich durch den Abbau von Lagerbeständen belastet.